Die Zerstörung der Kirche

Das traurige Ende, der Kirchenbrand am 18. November 1943 gegen 20.30 Uhr, wird im Sitzungsbuch nur beiläufig in dem Beschluß erwähnt, das übriggebliebene Holz nur an Mitglieder der Kirchengemeinde Berlin-Buch abzugeben. Allzuviel dürfte es ohnehin nicht gewesen sein, da die Kirche völlig ausbrannte und nur die Grundmauern stehen blieben. Die nachfolgende Schilderung stützt sich auf Berichte von noch lebenden Augenzeugen.

Feindliche Flieger hatten Brandbomben abgeworfen, die außer auf die Kuppel, auch auf mehrere benachbarte Gebäude, zumeist Ställe, fielen. Auf dem Turm habe sich ein Flakposten befunden. Anstatt das erst im Entstehen begriffene Feuer mit der Handspritze zu löschen, sei er mit dem Schlüssel weggelaufen. Inzwischen brannte die Holzkuppel lichterloh, so dass jede Löschaktion aussichtslos war. So beschäftigte sich die Löschtruppe im wesentlichen damit, das Vieh aus den brennenden Ställen in Sicherheit zu bringen.

Der helle, weiterhin sichtbare Feuerschein hatte viele an die Stätte der Katastrophe gelockt. Es muß in der Tat ein schauriges Bild gewesen sein. Eine Glocke war heruntergestürzt, die andere in halber Höhe hängengeblieben. Voll ohnmächtigen Schmerzes mußten die Bucher – und wohl nicht nur Gemeindemitglieder – zusehen, wie das schöne Gotteshaus ein Raub der Flammen wurde.

 

Die Zerstörung der Kirche

Im Rückblick auf die seinerzeit herrschende Aufregung läßt sich heute nicht mehr feststellen, ob die Kirche hätte gerettet werden können und noch viel weniger, wem bei etwaigen Versäumnissen die Schuld gegeben werden müßte.

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